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Wissen als Ware – Bayern studieren virtuell

“Wissen fuer alle”.
Was wird passieren ?
Eine virtuelle Hochschule wird ihr Lehrmaterial vollstaendig
digitalisieren. Mit der Digitalisierung bekommt sie die Faehigkeit
der sehr einfachen und preiswerten Reproduzierbarkeit. Was also liegt
naeher, als die in CBT-Files gespeicherten Lehrgaenge ueber den
eigentlichen Addresatenkreis, die virtuellen, eingeschriebenen
Studenten, hinaus zu verteilen ?
Sie werden es aber nicht kostenlos tun. Sie werden es vermarkten.
Wenn die Hochschulen nicht allzu verschlafen sind (im Moment sind sie
es hierzulande leider noch), werden sie schnell begreifen, dass sie ein
Produkt herstellen: “Know-How”. Und dass sie so zu einem
Marktteilnehmer im Segment des Online-Wissens werden.
Kombinieren wir den mit dem Schlagwort “Lebenslanges Lernen” benannten
systemimmanenten Zwang zur Akquisition immer neuer Zusammenhaenge,
Techniken und Technologien, so steht dem eine grosse Nachfrage
gegenueber.
Wir, die wir schon lange einen Schein einer Hochschule unser eigen
nennen, spueren das ja taeglich. Die Klasse der Wissensarbeiter wird so
zum Konsumenten – und abhaengig davon.
Ok, warum nicht ? Kommt es nicht nur auf die Huerde an, die ueberwunden
werden muss, um an das Wissen zu gelangen ? Also wird ein CBT-File mit
einem Einfuehrungskurs in die Architektur von Quantencomputern soviel
kosten wie das gedruckte Buch zum selben
Thema ?