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Die Erfolgsstory von Toyota

Die Automarke Toyota ist weltweit bekannt und beliebt und hat von allen Automobilherstellern den größten Anteil am Weltmarkt. Von der Firmengründung im Jahr 1937 durch Kiichiro Toyoda bis zur Verdrängung des Konkurrenten General Motors von Position 1 im Jahr 2008 ist viel passiert. Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens beginnt schon einige Zeit vor dessen Gründung, nämlich im Jahr 1894 als Kiichiro Toyodas Vater Sakichi Toyoda mit dem Bau von Webstühlen begann. Diese waren zunächst nur mechanisch und wurden später immer weiter verbessert und schließlich durch Maschinenkraft angetrieben. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts erkannten Vater und Sohn die Zeichen der Zeit. Sie verkauften ein Webstuhlpatent nach Großbritannien und nutzten den Erlös als Startkapital für die Gründung einer Automobilsparte, die 1934 das erste Auto baute und bereits 1937 als selbstständiges Unternehmen ausgegliedert wurde. Während des Zweiten Weltkrieges produzierte Toyota LKWs für das japanische Militär. Glücklicherweise entgingen die Toyota Werke einer Zerstörung durch Fliegerbomben, da ein Angriff erst für einen Zeitpunkt nach der Kapitulation Japans geplant gewesen war. So konnte bereits 1947 wieder mit dem Bau von Fahrzeugen für den zivilen Einsatz begonnen werden. Da die USA Japan nach dem Zweiten Weltkrieg nicht in ihrer Wirtschaftsentwicklung unterstützten, mussten die Japaner ihre Wirtschaft aus eigener Kraft aufbauen. Dies galt auch für Toyota. Um die Produktion zu verbessern, konnte deswegen nicht auf teure moderne Maschinen zurückgegriffen werden. Stattdessen versuchte Toyota den Produktionsprozess zu optimieren, indem nur die Teile produziert wurden, die tatsächlich gerade benötigt wurden. Hierdurch wurden die Kosten für die Lagerung und die Herstellung nicht benötigter Teile verringert. Außerdem erhöhte Toyota kontinuierlich die Qualität seiner Produkte. Hierzu waren hochqualifizierte Mitarbeiter notwendig, die Fehler erkennen und eliminieren konnten. Außerdem wurden die Prozesse synchronisiert und standardisiert und die Produktionsanlagen wurden nach und nach verbessert. Heute ist diese Strategie als Toyota-Produktionssystem bekannt. In den 1970er Jahren profitierte Toyota von der Ölkrise und den dadurch steigenden Benzinpreisen. Im Gegensatz zur insbesondere amerikanischen Konkurrenz hatte Toyota auf kraftstoffsparende Kleinwagen gesetzt. Bis in die 1980er Jahre hatte Toyota durch sein Produktionssystem gegenüber den europäischen und amerikanischen Herstellern einen Preisvorteil, der aber durch die Kopie des Produktionssystems von der Konkurrenz verringert wurde. Die Dominanz des Weltmarkts ist vermutlich auf das gute Preis-Leistungs-Verhältnis zurückzuführen. In den 2000er Jahren schnitten die Toyotamodelle wiederholt als Sieger bei Autotests ab, ohne dass der Qualitätsvorsprung auch einen höheren Preis bedeuten würde. Lediglich in den letzten Jahren wurde die Erfolgsstory von Toyota etwas von Problemen mit klemmenden Gas- und Bremspedalen getrübt.